Als Of Counsel in unserem Düsseldorfer Büro berate ich nationale und internationale Mandanten aus den Bereichen Industrie, Energie, Telekommunikation, Eisenbahn sowie entsprechende Investoren in rechtlicher, strategischer und politischer Hinsicht. Hierzu kommen mir u.a. auch meine Erfahrungen im Bundeskanzleramt sowie als Regulierer in der Bundesnetzagentur und im europäischen Bereich zugute.

Mein persönliches Konzept ist die ganzheitliche Beratung. Ich biete nicht nur rechtlichen Rat, sondern versuche von Anfang an allen rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen, strategischen und politischen Aspekten Rechnung zu tragen. Dabei konzentriere ich mich auf das Wesentliche und bemühe mich um ein Höchstmaß an Verständlichkeit. Meine Zielgruppe sind die Entscheider und nicht allein Experten.

Das ganzheitliche Konzept beruht auf meinen Erfahrungen, die ich unter anderem als ehemaliger Berater dreier Bundeskanzler (Kohl, Schröder, Merkel) in den Bereichen Energie, Industrie, Telekommunikation, Innovation, Außenwirtschaft und Finanzmärkte gesammelt habe. Sodann als Vizepräsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Post und Eisenbahnen (BNetzA), als Vizepräsident des Rates europäischer Energieregulierer (CEER), sowie als Mitglied des Boards der Agentur für die Kooperation der europäischen Energieregulierer (ACER).

Da die meisten Infrastrukturprojekte von politischer Relevanz sind, ist ein früher Dialog mit Politik und Administration sowohl auf Leitungs- als auch auf der Arbeitsebene unverzichtbar – und in der Regel auch hilfreich. Dasselbe gilt für die Kommunikation mit betroffenen Bürgern. Ich habe Erfahrung mit der erfolgreichen Unterstützung von Investoren, ihr Projekt glaubwürdig zu präsentieren, mit der Chance, damit Türen bei der Regierung, der EU-Kommission und den Regulierungsbehörden öffnen zu können.

Da ich persönlich im Kanzleramt und bei der BNetzA mit der Energiewende intensiv befasst war, habe ich mit diesem Thema tiefgreifende Erfahrungen. Dies gilt auch für zahlreiche praktische, rechtliche und politische Fragen, die damit verbunden sind. Meine Schwerpunkte sind EnWG und EEG, die Gesetze zum beschleunigten Netzausbau (EnLAG und NABEG); der Bau und Betrieb von Offshore Netzen, deren Anbindung an das Festland sowie eine Vielzahl von Ausführungsvorschriften. Ich habe außerdem umfassende Expertise im Energie- und Umweltrecht der EU. Dies trifft insbesondere auf das „Dritte Energiepaket" zu, das ich als Regulierer selbst mitverhandelt habe, sowie auf das „Vierte Energiepaket" („Clean Energy Package"), das sich derzeit in der Implementierungsphase befindet. Zu den wichtigen Fragen in diesem Zusammenhang gehören die Regulierung des Handels mit Strom und Gas (z.B. das Market Coupling), die Verhinderung von Marktmissbrauch und Marktmanipulation, besonders REMIT, das ich selbst bei der EU initiiert und mitgeprägt hatte, sowie die energierelevante Finanzmarktregulierung (MIFID II/MIFIR).

Ein besonderes Anliegen ist mir, legitime Interessen moderner stromintensiver Industrieunternehmen zu unterstützen. Hierzu gehört im Interesse auch künftiger Versorgungssicherheit die immer wichtigere Förderung der Flexibilität des industriellen Stromverbrauchs durch zeitlich begrenzte und finanziell vergütete Abschaltung (Abschaltbare Lasten VO) sowie die Teilnahme am „Verkehr" mit Regelenergie und Redispatch. Hierzu gehören ebenfalls Ermäßigungen der Netzentgelte, soweit die Unternehmen in den Zeiten, in denen durchgehender Strombezug („Bandlast") systemdienlich ist, zur Stabilität der Netze beitragen (§ 19 Abs. 2 StromNEV). Gleichzeitig unterstütze ich Reformüberlegungen, die durch Verbesserung der Rahmenbedingungen die Rolle der energieintensiven Industrie, auch zum Nutzen der Energiewende, weiter optimieren, andererseits das Risiko weiterer Deindustrialisierung durch Abwanderung deutscher Unternehmen („Carbon Leakage") wirksam mildern können.

Neue Herausforderungen: Die deutsche Energiewende, aber auch Inkohärenzen bei der Vollendung des europäischen Binnenmarkts, der seinerseits bereits auf eine „Energieunion" zusteuert, beinhalten auch signifikante Risiken für die Versorgungssicherheit. Ich befasse mich daher in einem neuen Schwerpunkt mit Fragen der Haftung bei unterschiedlichen Typen Störungen der Versorgungssicherheit.

Sonstige Aktivitäten: Ich bin Co-Autor eines Handbuchs für Infrastrukturinvestitionen sowie des Berliner Kommentars für Energierecht. Ferner bin ich Chairman des CEER-Advisory Board für die rechtliche Fortbildung europäischer Regulierer im Zusammenhang mit der Vollendung des Binnenmarktes für Energie. Außerdem halte ich Vorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen.

  • Fortlaufende rechtliche, strategische und politische Beratung eines führenden deutschen Aluminiumproduzenten in potentiellen Beihilfefällen (v.a. § 19 Abs. 2 StromNEV/AbLaV), um eine angemessene Vergütung für den stabilen, im Bedarfsfall aber auch als Regelenergie nutzbaren bzw. unterbrechbaren Strombezug zu erhalten. Besonders erfolgreiche Resultate beim Beihilferückforderungsverfahren der EU-Kommission (Beschluss vom 28. Mai 2018). Bezüglich des neuen Produktionsstandorts unserer Mandantin in Frankreich konnte in den Verhandlungen mit Vertretern der französischen Regierung und des Parlaments erreicht werden, dass in den Gesetzentwurf zur französichen Energiewende (transition énergétique) Regelungen aufgenommen wurden, die für in Frankreich produzierende stromintensive Unternehmen Ermäßigungen bei den Netzentgelten bzw. Abschaltvergütungen ermöglichen, die mit Deutschland vergleichbar sind. Ferner Beratung der Mandantin über die Möglichkeiten und notwendigen Schritte, um auch für den Zeitraum nach 2020 (d.h. nach dem Auslaufen des derzeit geltenden Beihilferahmens) positive regulatorische und förderpolitische Rahmenbedingungen zu erreichen.
  • Rechtliche und politische Beratung eines US-Investors über die Möglichkeit, zusammen mit Partnern Gleichstromleitungen als Teil des deutschen Offshore Übertragungsnetzes zu bauen und zu betreiben. Einführung des Investors bei der Leitungsebene von BMWi, BMU, der BNetzA und der EU-Kommission sowie Abgeordneten des Deutschen Bundestags.
  • Rechtliche Beratung des o.a. Investors, der ebenfalls Offshore Übertragungsnetze in den USA plant, über deutsche Erfahrungen bei der Realisierung deutscher Offshore Projekte in den letzten Jahren.
  • Rechtliche und politische Beratung eines US-Private-Equity-Investors zu Investitionsmöglichkeiten in deutsche Speicherprojekte auf Batterie-Basis.
  • Rechtliche und politische Beratung eines UK-Finanzinvestors zu Möglichkeiten, in deutsche Gaskraftwerke zu investieren.
  • Rechtliche und politische Beratung für einen führenden deutschen Kupferproduzenten gegenüber der bulgarischen Regierung zur Strompreisproblematik seines Standorts in Bulgarien.
  • Rechtsgutachten sowie politische und strategische Beratung eines deutschen Automobilherstellers in Erwartung strengerer CO2-Grenzwerte ab 2020 ff. Entwicklung einer 'Post 2020 Strategie' betreffend die Ausrüstung eines Teils der Flotte mit Motoren, die mit neuen Brennstoffen auf Wasserstoffbasis ausgerüstet werden sollen. Bewertung aller energie- und umweltrechtlichen Aspekte. Entwicklung einer nationalen und internationalen Strategie, um das Projekt durchzusetzen.
  • Rechtsgutachten und politische Beratung für die Federation of European Energy Traders (EFET) zu institutionellen Fragen der REMIT-Regulierung.
  • Rechtsgutachten und politische Beratung für EFET zur Frage, ob Stromerzeuger mit angeschlossenem, wirtschaftlich 'nachrangigem' Handelsbereich der MIFID II/MIFIR-Regulierung unterliegen.
  • Rechtliche und politische Beratung eines führenden Anbieters von Telekommunikationsdienstleistungen im Vorfeld einer Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen.
  • Telekommunikationsrechtliche und politische Beratung von zwei US-Satellitenbetreibern bei der Prüfung von Investitionen in Deutschland.
  • Rechtliche Beratung eines Vermittlers von Energielieferungsverträgen, der eine hohe Geldbuße erwartete wegen unerlaubter Werbeanrufe (Cold Calls).
  • Rechtliche und politische Beratung der Bahn AG über die Aussichten einer Beschwerde bei der EU-Kommission gegen einen anderen EU-Mitgliedsstaat wegen mangelnder Reziprozität bei der Marktöffnung für die Belieferung mit Bahnstrom.
Studium
  • Jura-Studium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Studium der öffentlichen Verwaltung an der École Nationale d'Administration (ENA) in Paris
  • Rechtsreferendariat in Konstanz und Freiburg
  • Öffentliche Verwaltung (Landesverwaltung Baden-Württemberg, Bundesministerium für Wirtschaft, Bonn; Bundeskanzleramt Bonn und Berlin, zuletzt als Ministerialdirigent; Vizepräsident der Bundesnetzagentur)
Zulassungen
  • Zugelassener Rechtsanwalt seit 2012