Bird & Bird berät Lenovo bei Medion Übernahme

03 Juni 2011

Bird & Bird LLP berät die in Hong Kong börsennotierte Lenovo Group Limited, den weltweit viertgrößten PC-Hersteller mit einem Jahresumsatz von 21 Milliarden US-Dollar bei der öffentlichen Übernahme der deutschen börsennotierten Medion AG. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von rund 629 Millionen Euro.

In einem ersten Schritt erwarb Lenovo über ihre 100%ige Tochtergesellschaft Lenovo Germany Holding GmbH ca. zwei Drittel der von dem Unternehmensgründer, Vorstandsvorsitzenden und Mehrheitsaktionär, Gerd Brachmann, gehaltenen Anteile an der Medion AG. Dies entspricht ca. 36,6% Prozent aller Medion-Aktien. Er erhält für den Verkauf dieser Anteile 80% des Kaufpreises in bar und 20% in Form von Lenovo-Aktien. Die Vereinbarung umfasst auch den Abschluss einer langfristigen „Call/Put“ Optionsvereinbarung im Hinblick auf die restlichen von ihm gehaltenen Medion Aktien.

In einem zweiten Schritt wird Lenovo ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zum Erwerb aller weiteren Medion Aktien zu einem Preis von je 13.00 Euro pro Medion-Aktie abgeben.

Der Vollzug des Kaufvertrages mit Gerd Brachmann steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden sowie der erfolgreichen Durchführung des öffentlichen Übernahmeangebots.

Lenovo wurde von den folgenden Bird & Bird Anwälten beraten: Partner Dr. Alexander Schröder-Frerkes (Corporate / Federführung), Dr. Fabian Niemann (IT), Dr. Ina vom Feld (IP) sowie den Associates Dr. Armin Göhring, Dr. Moritz Petrikowski und Dr. Stefanie Orttmann (alle Corporate), alle Düsseldorf.

Bird & Bird berät Lenovo bereits seit fünf Jahren umfassend, insbesondere in den Bereichen IP und IT. Dr. Alexander Schröder-Frerkes, Managing Partner Deutschland und Co-Head der internationalen Corporate/ M&A Gruppe sagt zu diesem Erfolg: „Hier zeigt sich, dass sich unsere Strategien der Präsenz in Asien und die Fokussierung auf technologieorientierte Sektoren, insbesondere die umfangreiche Erfahrung im IT Sektor, nachhaltig ausgezahlt haben. Dadurch ist es uns gelungen, an einer der ersten großen Übernahmen eines börsennotierten deutschen Unternehmens durch eine chinesische Unternehmensgruppe mitwirken zu dürfen.“