Die Digitalisierung der Energiewende stellt bisherige Geschäftsmodelle der Energiebranche auf den Prüfstand. Disruption und digitale Transformation werden den Wandel der Branche weiter beschleunigen und verstärken.

Erneuerbare Energien, Atomausstieg, Klimaschutz und Netzausbau bis hin zu Smart Grids bestimmen wesentliche Teile des laufenden Umbruchs im Energiesektor.

Geschwindigkeit und Wirkung der Energiewende haben viele überrascht. Außerhalb des Energiesektors sind „Digitaler Wandel“, „Industrie 4.0“ oder „Aufbruch in die Datenökonomie“ zentrale Themen, die einen schnellen und tiefgreifenden Umbruch unseres Wirtschaftslebens beschreiben. Es gibt Schätzungen, dass rund 40% der Unternehmen von heute in 10 Jahren nicht mehr existieren werden, weil sie den digitalen Wandel nicht oder nicht rechtzeitig vollziehen. Im Energiesektor kommen die politischen, technischen und regulatorischen Herausforderungen der Energiewende hinzu.

Sicher ist, dass sich die Energiebranche in weniger als 10 Jahren noch einmal dramatisch von dem unterscheiden wird, was wir heute kennen. „Energie 4.0“ steht dabei für das potentiell ebenso disruptive wie förderliche Zusammenwirken von Digitalisierung und Energiewende.

Broschüre lesen >

Digitale Agenda im Energiebereich

Der unter „Industrie 4.0“ diskutierte technische Wandel und die Energiewende sind iterative, sich überschneidende und zusammenwachsende Prozesse.

Die Bundesregierung hat in ihrer digitalen Agenda 2014 diverse Energiethemen bereits identifiziert. Erfasst sind unter anderem der Aufbau intelligenter Netze und die Modernisierung der Verteilernetze. Eine Vielzahl von zusätzlichen Erzeugungsanlagen, Speichern, Elektromobilen müssen intelligent in das Energieversorgungssystem integriert werden. Das IT-Sicherheitsgesetz und das neue Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sind wichtige Bausteine.

Leistungsfähige, sichere und kostengünstige Kommunikationsinfrastrukturen sind dafür genauso erforderlich wie Standards zur Gewährleistung von Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität der Systeme. Die Digitalisierung soll auch zu einer Reduktion des Stromverbrauchs in allen Lebens- und Arbeitsbereichen führen.

Die fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt besondere Anforderungen an das Stromversorgungssystem. Es muss zur Netz- und Marktintegration der Erneuerbaren stets ausreichend Kapazitäten und Flexibilitäten zum Ausgleich oder zur Abnahme des volatilen erneuerbaren Stroms bereithalten.

Kommunikation wird zu einer Grundanforderung der intelligenten Netze. Die Bundesregierung hat die intelligente Vernetzung von Erzeugern, Verbrauchern, Netzen und Speichern als zentrales Element der künftigen Energieversorgung erkannt.

IT-Sicherheitsgesetz

Das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme ist bereits in Kraft, aber viele Umsetzungsfragen (auch für die BSI-KritisV) harren noch einer Antwort. Der Betrieb eines sicheren Energieversorgungsnetzes umfasst ausdrücklich insbesondere auch einen angemessenen Schutz gegen Bedrohungen für Telekommunikations- und elektronische Datenverarbeitungssysteme. Betreiber von Energieanlagen, die als Kritische Infrastruktur bestimmt werden, haben einen angemessenen Schutz gegen Bedrohungen für diese Systeme zu gewährleisten.

Vieles wird hier praktisch davon abhängen, was die Bundesnetzagentur und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in den Katalog von Sicherheitsanforderungen aufnehmen wird und wie die gesetzlichen Anforderungen praktisch gelebt werden können.

Europäische NIS-Richtlinie

Weitere Herausforderungen werden sich aus der kommenden NIS-Richtlinie über Maßnahmen zur Gewährleistung einer hohen gemeinsamen Netz- und Informationssicherheit in der Union ergeben. Entscheidende Weichenstellungen können noch beeinflusst werden.

Wie Bird & Bird Sie unterstützen kann

Bird & Bird verbindet in einzigartiger Weise Kenntnisse der digitalen Welt und der Energiewelt, in allen Dimensionen.

Wir verfügen über ausgewiesene Spezialisten sowohl im Energiebereich als auch in den Bereichen Technologie und Telekommunikation, mit allen Ergänzungsthemen. Mit dieser tiefen Branchen- und Sachkenntnis können wir themenübergreifend zu allen entscheidenden Schnittstellen beraten und Sie umfassend bei dem anstehenden Wandel der Energiebranche begleiten.

Unsere Beratung umfasst, über spezifische Energiefragen hinaus, klassisches IT- und Datenschutzrecht, Telekommunikationsrecht, IP-Strategien (Portfolio, IP Asset-Management, Technologie-Allianzen), Vergaberecht, Infrastrukturprojekte und -kooperationen, M&A, Ausgliederungen, Restrukturierungen, Real Estate (Flächenreduzierung, Rechenzentren), und Arbeitsrecht, sowie die politiknahe Beratung im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren.

Energie 4.0 erfordert die Kombination der Expertisen und umfangreiches „Über-den-Tellerrand-Wissen“. Wir haben es. Und setzen es gerne ein, um mit Ihnen für Ihre Kunden kreative Lösungen für die Herausforderungen des digitalen Wandels im Energiebereich zu entwickeln.

Autor

Jan Byok

Dr. Jan Byok LL.M.

Partner
Deutschland

Rufen Sie mich an: +49 (0)211 2005 6000
Duisberg-Dr Alexander

Dr. Alexander Duisberg

Partner
Deutschland

Rufen Sie mich an: +49 (0)89 3581 6000
Heun-Sven-Erik

Sven-Erik Heun

Partner, Head of Country
Deutschland

Rufen Sie mich an: +49 (0)69 74222 6000
Lang-Dr Matthias

Dr. Matthias Lang

Partner
Deutschland

Rufen Sie mich an: +49 (0)211 2005 6000

Dr. Fabian Niemann

Partner
Deutschland

Rufen Sie mich an: +49 (0)69 74222 6000
Witting-Dr Jörg

Dr. Jörg Witting

Partner
Deutschland

Rufen Sie mich an: +49 (0)211 2005 6000