Unsere Geschichte

Überblick

Unsere Geschichte



Die Geschichte von Bird & Bird reicht bis in die 1830er zurück. Schon damals hat der Ruf für ausgezeichneten Kundenservice und die Leidenschaft für innovative Industrien zahlreiche Führungskräfte von uns überzeugt.



So wie neue Technologien es ermöglichten, dass Innovationen und Ideen weltweit immer schneller verbreitet wurden, so wurde der Schutz des geistigen Eigentums unserer Mandanten notwendig, was schließlich zum Ausbau unserer internationalen Kapazitäten führte. Heute, fast 180 Jahre später, hat Bird & Bird 28 Büros in Europa, dem Mittleren Osten und Asien und berät Mandanten in 118 Ländern auf der ganzen Welt.

Die Ursprünge der Firma – 1830 bis 1900

Wir helfen Innovationen zu wachsen

Bird & Birds Ursprünge gehen bis in die 1830er Jahre zurück, als William Frederick Wratislaw Bird aus den Englischen West Midlands nach London kam, um als Anwalt zu arbeiten.

Nach einer kurzen Partnerschaft mit William Fisher und einer zweiten mit James Moore fand sich der junge William Bird an der Spitze der expandierenden Kanzlei Bird & Moore wieder. Er war im Gray’s Inn, im Zentrum der englischen Rechtswelt, einer wachsenden Ansammlung  von Rechtsanwaltskanzleien. Zu diesem Zeitpunkt, begann das englische Rechtssystem  wichtige Reformen zu durchlaufen.

William Bird bewältigte die Herausforderungen dieser schnelllebigen Umgebung erfolgreich, da sich die Kanzlei darauf konzentrierte, diejenigen zu beraten die die Vorteile von Britanniens industrieller Entwicklung nutzten. Die Kanzlei wuchs schnell und im Jahr 1875 trat sein Sohn William Barrott Montford Bird in die Firma ein. Für die nächsten neun Jahre arbeiteten Vater und Sohn zusammen, bis sich der ältere William im Jahr 1884 zurückzog und seinem Sohn die Verantwortung übertrug.

William Bird Junior war eine herausragende Persönlichkeit. Er baute sich einen soliden Mandantenstamm in zwei der wichtigsten Technologien des Zeitalters auf – Kohleabbau und Stahlherstellung. Im Jahr 1891 trat Edmund Strode der Kanzlei bei.

Vor dem Hintergrund, dass die Kanzlei ihren Schwerpunkt auf die Beratung von innovativen Industrien gelegt hatte, übernahm sie im Jahr 1898 ihren ersten Handelsmarkenfall für die Eastman Photographic Materials Company, bei dem es um den Schutz von Silo Fotopapier ging. Dieser Schritt war ein erster Hinweis dafür, dass die Kanzlei ihren Schwerpunkt auf den Schutz des geistigen Eigentums ihrer Mandanten legen würde.
 
Die Kanzlei wurde bekannt dafür, die Interessen ihrer Mandanten mit Leidenschaft zu schützen und William Bird wurde zu einem der führenden Anwälte der Londoner Geschäftswelt. Er wurde in den Vorstand der Williams Deacons Bank berufen, die heute Teil der Royal Bank of Scotland ist, sowie in den Vorstand von zahlreichen Eisen- und Stahlherstellern, welche die erfolgreiche goldene Ära des späten viktorianischen Zeitalters verkörperten. Er wurde High Sheriff von Sussex, ein Mitglied des Parlaments für Chichester und als Zeichen seiner Vorliebe für Technologie, baute er eines der ersten Unternehmen auf, das elektrische Glühbirnen herstellte – ein Unternehmen, das heute weltweit bekannt und immer noch Mandantin der Kanzlei ist. Er wurde zum Ritter geschlagen, da er Stipendien zur Verfügung stellt, die es Absolventen der Naturwissenschaften ermöglichten, ihre Forschungsarbeiten fortzuseten.

Die Gründung von Bird & Bird – 1900 bis 1950

Echte Anwälte der Londoner City für führende Innovationen

Zur Zeit der Jahrhundertwende hatten sich Bird, Moore und Strode als eine der führenden Londoner Kanzleien fest etabliert und Williams zweiter Cousin, Ernest Edward Bird, trat der Kanzlei im Jahr 1901 als Partner bei. Wie William vor ihm, sollte Ernest zu einem der Londoner Anwälte werden, die das höchste Ansehen genossen. Edmund Strode verließ die Partnerschaft nur vier Jahre, nachdem Ernest Partner wurde. Im selben Jahr wurde die Kanzlei in Bird & Bird umbenannt.

Der Schwerpunkt der Kanzlei lag weiterhin auf dem Schutz der Erfindungen von neuen Technologien. Im Jahr 1909 führte die Kanzlei ihr erstes Patentverfahren im Namen von ‚Z‘ Electric Manufacturing Co Ltd versus Marples, Leach & Co Ltd in einer Sache bezüglich der Glühdrähte von Glühbirnen. Im selben Jahr wurde John Venning Partner. Er würde eine der bedeutendsten Patentpraxen Londons aufbauen.

Philips, der niederländische Hersteller von elektrischen Produkten, war Vennings wichtigste Mandantin. Vennings wurde so wichtig für das Unternehmen, dass er im Jahr 1930 zu einem der drei geschäftsführenden Treuhänder von Philips englischer Treuhandgesellschaft ernannt wurde und das Unternehmen während der Kriegsjahre unterstützte.

Venning wurde durch Arthur Hodges unterstützt, einem der talentiertesten Anwaltsgehilfen Londons, der nicht über eine qualifizierte Ausbildung verfügte, aber einer des besten Assistenten war. Arthur Hodges hatte eine natürliche Begabung für Wissenschaft, Technologie und Sprachen. Dieses Talent verschaffte ihm praktische Einblicke in die Herausforderungen, denen sich die Mandanten gegenübergestellt sahen. Durch seine Hilfe erwarb Bird & Bird früh den Ruf, der klaren Kommunikation. Er sagte: „Ich pflegte mich anschaulich in einfachem Englisch auszudrücken und verwendete kurze Worte und Sätze, die den Punkt trafen. [Jemand machte die Bemerkung, dass es möglich war] meine Arbeit daran zu erkennen, dass  sie nicht in einer weitschweifenden, unverständlichen Juristensprache sondern in meiner eigenen knappen und präzisen Ausdrucksweise abgefasst ist.“

Trotz der Tatsache, dass die schweren Bombenangriffe im Jahr 1941 die Kanzlei zwangen, von Gray‘s Inn wegzuziehen, hinderten die Kriegsjahre die Kanzlei nicht daran, ihren guten Ruf weiter auszubauen. Ernest Bird wurde im Jahr 1943 Präsident der Anwaltskammer. Genau wie William vor ihm, wurde Ernest ein Jahr später zum Ritter geschlagen, aber er starb am Kriegsende. William starb sechs Jahre später. Zum ersten Mal in ihrer 120jährigen Geschichte war die Kanzlei ohne einen ‚Bird‘.

Das Erbe antreten – 1950 bis 1990

Anwälte in den Anfängen des Computerzeitalters

Sir William hatte keine Kinder oder Erben, denen er sein beträchtliches Vermögen hinterlassen konnte. Daher vererbte er sein gesamtes Kapital und den ideellen Kanzleiwert an die verbleibenden Partner. 1954 trat dann der nächste wichtige Akteur, Alan Woods,  der Kanzlei als Partner bei,  als sie sich mit Richard Furber & Son Windsor & Brown zusammenschlossen.

Woods sollte Senior Partner werden und durch seinen Schwerpunkt auf der gerade aufkommenden Computerindustrie wurde die Kanzlei zum Vorreiter einer Revolution, die zahlreiche Branchen beeinflussen sollte. Im Jahr 1973 gründete er gemeinsam mit anderen die Gesellschaft für Computer und Recht und wurde ihr erstes zahlendes Mitglied.

Während Bird & Bird zur führenden Kanzlei für den expandierenden Computersektor wurde, brachte die Schwerpunktsetzung auf neue Technologien im Jahr 1984, die erste Mandantin im Bereich Telekommunikation. Dadurch wurde Bird & Bird zum Vorreiter der rechtlichen Entwicklungen in einer Branche, die mit großer Geschwindigkeit liberalisiert wurde.

Fünf Jahre später, im Jahr 1989, führte Bird & Bird die erste juristische Überprüfung von OFTEL durch, der Regulierungsbehörde für Telekommunikation in UK. Dadurch verfestigte sich Bird & Birds Ruf, bei der Entwicklung von rechtlichen Rahmenbedingungen ganz an der Spitze mitzuwirken. Dieser Ruf und die profunden Kenntnisse der Schlüsselindustrien bildeten die Grundlage für den nächsten Schritt bei der Weiterentwicklung der Kanzlei.

Der Mandant steht im Mittelpunkt – 1990 bis 2000

Verankerung einer Sektor-basierten Herangehensweise

Im Jahr 1990 stand bei jedem Anwalt von Bird & Bird ein PC auf dem Schreibtisch. Bird & Bird war eine der ersten Kanzleien, welche die neue Technologie im Tagesgeschäft nutzte. Drei Jahre später, im Jahr 1993, wurde David Kerr zum CEO der Kanzlei ernannt und begann, eine neue strategische Vision zu entwickeln. David Kerr, einer der erfahrensten Rechtsanwälte im Bereich Kommunikation in UK, unterstützte die Kanzlei bei dem Aufbau einer starken Beziehung zur British Telecom. 

David Kerr setzte die Strategie fort, den Schwerpunkt der Kanzlei auf Innovation zu legen. Im Jahr 1995 ging Bird & Bird als eine der ersten UK Kanzleien mit seiner eigenen Website www.twobirds.com online. Daneben begann die Kanzlei zunehmend, auf internationaler Ebene zu arbeiten und eröffnete Büros in Brüssel und Hong Kong.

Während man sich auf die Innovationen sowie die internationale Expansion konzentrierte, formten David Kerr und das Managementteam die Kanzlei gleichzeitig dahingehend, dass ihre Mandanten bei dem Schutz ihrer wertvollen immateriellen Vermögenswerte und bei der Bewältigung von komplexen regulatorischen Herausforderungen nahtlos unterstützt wurden.

Im Jahr 1998 schlug sich diese Herangehensweise in der Organisation der Kanzlei nieder. Bird & Bird wurde zu einer der ersten Kanzleien, die Schlüsselsektoren in den Mittelpunkt ihrer Organisation und Beratung stellten und konnte dadurch ihr Praxiswissen noch effektiver einsetzen.

Durch diesen Sektor Fokus wurden noch mehr der innovativsten und technologisch fortschrittlichsten Unternehmen der Welt angezogen. Das schnelle Wachstum der Kanzlei setzte sich fort.

Wachstum auf internationaler Ebene – 2000 bis heute

Schnelles Wachstum in der ganzen Welt

Mit dem Anbruch des neuen Jahrtausends brachten es der erstklassige Mandantenstamm und die weltweite Zunahme des grenzüberschreitenden Handels mit sich, dass Bird & Bird ihre Mandanten bei ihrer internationalen Expansion unterstützen sollte. David Kerr und sein Team sahen sich der Herausforderung gegenüber, das globale Leistungsvermögen der Kanzlei auszubauen. Die traditionelle und reiche Geschichte der Kanzlei sollte dabei ebenso weitergeführt werden wie die Stärken, die sie von anderen Kanzleien unterschied.

Sie gingen dazu über, führende Anwälte und kleine Teams anzuwerben, statt mit anderen Kanzleien zu fusionieren oder Büros mit englischen Anwälten zu eröffnen. Die Kanzlei wurde so strukturiert, dass sie einen zentralen Pool für ihre Gewinne eingerichtet hat. Dies bedeutet, dass alle Partner an dem Gesamterfolg teilhaben. Dadurch wird sichergestellt, dass sie effektiv grenzüberschreitend und zum Wohle ihrer Mandanten arbeiten können.

Es hat sich erwiesen, dass dieses Modell äußerst erfolgreich ist. Im Jahr 2000 öffnete die Kanzlei Büros in Frankreich und Schweden. Ein Jahr später wurde ein Büro in den Niederlanden eröffnet, und ein weiteres Jahr später eröffnete die Kanzlei ihr erstes Büro in Deutschland. Die Erweiterung wurde im Jahr 2003 mit der Eröffnung eines neuen Büros in Italien und eines zweiten in Deutschland fortgesetzt.

Mit dem schnellen Wachstum erreichte die Kanzlei im Jahr 2004 zum ersten Mal die Zahl von 100 Partnern und im Rahmen der ungebremsten Expansion wurde ein Büro in Peking eröffnet. Im folgenden Jahr wurden Büros in Madrid, Rom und Frankfurt eröffnet und im Jahr 2006 erfolgte die Eröffnung eines Büros in Lyon, Frankreich.

Durch den Zusammenschluss mit der führenden finnischen Kanzlei Fennica kam es im Jahr 2008 zur Eröffnung eines finnischen Büros in Helsinki.
Auch wurden vier weitere Büros in der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei und ein drittes Büro in China, Shanghai eröffnet. Darüber hinaus wurde die Expansion in London durch den Zusammenschluss mit der Kanzlei Lane & Partners fortgesetzt.

Im Jahr 2008 wurde der Erfolg dieser Strategie von „The Lawyer“ anerkannt. Bird & Bird wurde als die „International Law Firm of the Year“ ausgezeichnet. Im Jahr 2009 bildete die Kanzlei eine weltweite Vereinigung mit einer der führenden Kanzleien von Singapur, die heute als ATMD Bird & Bird bekannt ist. Zwei Jahre später wurde ein viertes deutsches Büro in Hamburg und ein weiteres in Abu Dhabi eröffnet.

Die Kanzlei heute

Eine erfolgreiche internationale Kanzlei mit einer reichen Geschichte

Auch wenn Bird & Bird während seiner 160-jährigen Geschichte viele Veränderungen erfahren hat: die Kultur und die Identität ist stets unverändert geblieben. Wir sind stolz darauf, eine Kanzlei zu sein, die freies Denken fördert, innovative Beratung und Ideen anbietet und Anwälte beschäftigt, die sich trauen, Klartext zu sprechen.

Heute arbeiten wir in 18 Rechtsgebieten in mehr als 16 Branchen in 19 Ländern der Welt. Durch unser internationales Netzwerk können sich unsere Mandanten darauf verlassen an jedem Ort die bestmögliche Beratung zu erhalten.


Unsere Mandanten kommen aus 118 Ländern der Welt und 75% unserer bedeutendsten Mandanten werden an mehr als einem Standort von uns betreut. Wir wissen, was nahtlos grenzüberschreitende Beratung bedeutet.

Unsere Mitarbeiter sind uns wichtig. Durch die Unterstützung und Förderung des Einzelnen stellen wir sicher, dass unser profundes Rechtswissen und unser exzellenter Service von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird und die "Bird & Bird-Story" weitergeht.